Di

13

Jan

2015

Weniger Kohleverbrauch für China – Ein Schritt Richtung Energiewende

Wendet sich China zur Sonne? (Bild: Janet Mo)
Wendet sich China zur Sonne? (Bild: Janet Mo)

Mit einem Anteil von etwa 30% hält China den größten Ausstoß von Kohlendioxid weltweit und zählt damit zum der globalen Verursacher der Folgen des Klimawandels. Vor einigen Jahren noch hat China seine Mitverantwortung für eine grüne Zukunft nicht priorisiert, doch brachten die Klima-Gespräche in Lima vergangenen Dezember eine bedeutende Wende in diese Politik. Bis zum Jahre 2030 nimmt sich China vor, die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und den Anteil von nicht-fossiler Energie auf 20 Prozent zu steigern.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Verringerung des Kohleverbrauchs, die einen langwierigen Prozess darstellt. Bislang werden rund 75 Prozent des Stroms in China aus Kohle gewonnen (in Österreich stellen Öl und Kohle gemeinsam knapp 50% dar) und der Stromverbrauch wird bis 2035 um 70% wachsen. Um in Zukunft jedoch stabiles Wachstum zu erreichen, wird es für China notwendig sein, diesen vom Kohleverbrauch zu entkoppeln. Eine herausfordernde Aufgabe.   


Doch ein erster Erfolg lässt sich bereits jetzt erkennen: So hat ein Bericht von Greenpeace Asien erstmals einen zweiprozentigen Rückgang im Bereich der Kohleverbrennung für das Jahr 2014 errechnet. Die Grundlage dafür bilden Zahlen der chinesischen Regierung, die kürzlich veröffentlicht wurden. Dieser Rückgang erscheint auf den ersten Blick lächerlich gering, jedoch kann man bedenken, dass zwischen 2001 und 2011 ein jährlicher Anstieg von knapp 10% Prozent (und 2012¬–2013 etwa 4–6%) üblich war. So wird dieser Schwenk zu einer bedeutsamen Wende. 


Laut Experten ist die zunehmende Energieeffizienz ein Grund für diese Reduktion. Darüber hinaus zeigt sich, dass China für sein Wachstum immer weniger Strom braucht: So wuchs 2014 die Wirtschaft um 7,3% bei einem Zuwachs des Stromverbrauchs von nur 3,9%. Offenbar zeigt sich hier bereits die Investitionstätigkeit Chinas in den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft und solare Energie. 


Kohle dominiert Chinas Energiewirtschaft und wird dies noch über einige Jahrzehnte weiter machen, aber die ersten Schritte machen deutlich, dass Chinas Regierung ein Umdenken zulässt und sogar leitet.       


Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier abrufbar:


http://green.wiwo.de/kohle-china-verabschiedet-sich-vom-schmutzigen-energietraeger/


 http://www.dw.de/chinas-rückzug-aus-der-kohle/a-18125620 

Autorin:

Mag. Alina Schmidt, MA

alina.schmidt@univie.ac.at

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