Mo

02

Nov

2015

"EU-CHINA Industrial Policy Dialog" in Brüssel

6. Meeting des "EU-China Industrial Dialog"
6. Meeting des "EU-China Industrial Dialog"

Am 30.10.2015 fand in Brüssel das 6. Meeting des seit 2011 eingerichteten “EU/CHINA Industrial Policy Dialog” statt. 


Vertreter der EU und der VR China trafen einander um die weitere Kooperation bei der Errichtung von Standards in der Industrie zu schaffen, die besser geeignet sind, den Energieverbrauch in beiden Bereichen zu senken.

Gao Yunhu, Generaldirektor des Industrieministeriums, der Leiter der chinesischen Delegation wies darauf hin, dass diverse Projekte bereits erfolgreich abgeschlossen wurden. Die chinesische Industrieproduktion habe bereits die erste Stelle in der Weltproduktion erreicht. Sie ist aber sehr energieintensiv. 

 

Die “green energy”, die Wind-, Wasser-, Biomasse- und Solarindustrie wachse ständig und wird gefördert. Die wachsende Anzahl von KFZ ist aber eines der größten Probleme. Die Gewährung von Steuer-Vorteilen für Elektroautos habe seit September Wirkung gezeigt. Die Anzahl der Elektroautos habe sich in zwei Monaten verdreifacht.

 

Michael Kubicki, “Policy officer” der Europäischen Kommission verwies auf das Arbeitsprogramm, das im Jahre 2015 vereinbart wurde. Das Produkterecycling ist die globale Herausforderung. Die Produktion von effizienten Produkten, die repariert und wiederverwertbar ist das Ziel. Diese Wachstumsbranche wird bis zu 2 Mio  neue Arbeitsplätze schaffen. Es bedarf neuer Gesetze und einer besseren Kommunikation

 

Cesar Santos Gil, Generaldirektor der Europäischen Kommission für den internationalen Markt, führte aus, dass sich das Ecodesign (auch ökologisches Design) sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit orientiert. Ziel ist mit einem intelligenten Einsatz der verfügbaren Ressourcen einen möglichst großen Nutzen für alle beteiligten Akteure  bei minimaler Umweltbelastung und unter sozial fairen Bedingungen zu erreichen. 

 

Bei der Bewältigung der Probleme müsse das Management der Abfallbeseitigungs-, Recycling- und andere Rückgewinnungsindustrien zusammenwirken. 

Wang Xiaoyang,  Direktor des Industrieministeriums, bestätigte die Ausführungen seines europäischen Kollegen und führte aus, dass 80 Prozent des Energieverbrauches vom design abhängt. Ecodesing ist daher besonders wichtig für die globale Veränderung. Die Ecodesign Industrie ist auch in China im Aufbau. China habe seit 2013 schon damit begonnen, müsse aber dabei weiterhin von den westlichen Erfahrungen lernen. 

 

Die Industrie werde dabei unterstützt, zunehmend erneuerbarer Energie zu nutzen. Die Windenergie in China sei die höchste in der Welt insgesamt geworden. Sie deckt bereits 1/3 des gesamten Bedarfs ab. Die Kohleindustrie sei erstmals rückläufig.

Er betonte die Stärkung der chinesischen Produktionsindustrie durch Innovation und die Förderung der „grünen“ Produktion. Der Umweltschutz sei vorrangig. Bis 2025 soll der CO2- Ausstoß um 40 % reduziert werden. Die traditionelle industrielle Produktion müsse zu diesem Zweck in eine „grüne“ Produktion verwandelt werden. Die fossile Energie müsse reduziert und durch erneuerbare Energie ersetzt werden. Dem Recycling kommt eine wichtige Bedeutung zu.

 

Dr. Du Bing, Direktor und Chefingenieur der chinesischen Akademie für Maschinenwissenschaft und Technologie, führte die Anwesend in die chinesische Schweißerei -Industrie ein. Sie wird in vielen Industriezweigen eingesetzt, in der Petrochemie, der Atomindustrie, im Schiffsbau und natürlich in der Autoindustrie. China ist der größte Stahlproduzent der Welt. China hat auch den größten Anteil an Schweißereibetrieben. Diese verbrauchen sehr viel Strom. Der Einsatz von Robotern habe viele alte Maschinen mit hohem Verbrauch ersetzt. Im übrigen bringe eine neue Laser-Technik die hybrid eingesetzt werde, eine Energiereduktion. 

 

Zhi Hui von der CECEP (China Energy Conservation and Environmental Protection Group), führte aus, dass verschiedene Industriezweige in China an der Entwicklung von Elektromotoren arbeiten. Die wissenschaftliche Entwicklung erfolgte auch in Workshops. Die Provinz Guangdong im Süden Chinas sei bei der Entwicklung führend. China lerne aus den Erfahrungen anderer Staaten, vor allem den USA und entwickle deren Ergebnisse weiter. Er erwarte sich, dass in den nächsten 5 Jahren etwa sieben Millionen Elektrofahrzeuge in China zugelassen werden. An Energiegewinnung, Speicherung und Batterieentsorgung werde intensiv gearbeitet.

 

Wang Xiaoyang schloss schließlich mit der Bekräftigung, dass die Standardisierung zwischen China und EU wichtig ist, es sich aber um ein weites Feld handelt. Der industrielle Standard hänge von vielen Einzelheiten und Sektoren der Industrie ab, die die Anwendungen in den nationalen Industrien erschwere. Die chinesische Regierung habe aber bereits strenge Richtlinien mit dem Ziel der Standardisierung geschaffen. Ein gutes Überwachungsteam helfe, dass diese Entwicklung eingehalten wird.

Autor:

Dr. Georg Zanger, M.B.L-HSG

Rechtsanwalt,

Präsident, ACBA

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

GOLD SPONSOR

Show your logo here! Become our gold sponsor!

Follow us

A member of