Devisenprognosen China März 2017 (Western Union)

Rückblick März

Der chinesische Yuan notierte im März deutlich höher. Die Chinesische Nationalbank verlegte ihre Ausrichtung auf einen restriktiveren Kurs, der den Yuan beflügelte, und erhöhte das dritte 

Mal in nur drei Monaten die Zinsen.

 

 

Auch die Wirtschaftsaktivität stieg im März weiter an. Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (EMI) stiegen auf ein 3-Monatshoch.

 

  • Während der Jahrestagung führender Regierungsvertreter wurde  eine Abwärtskorrektur der Wachstumsprognosen vorgenommen. Die Zielsetzung für 2017 ist nun ein Gesamtwachstum von „etwa 6,5%“.
  • Der Yuan gab gegenüber den europäischen Währungen insgesamt deutlich nach: Gegenüber dem Euro fiel er auf ein 4-Monatstief und auch gegenüber dem Britischen Pfund sank er nahezu auf ein 3-Monatstief.

Wichtige Konjunkturdaten und Ereignisse im April

Die meisten Analysten erwarten im Laufe des Jahres weitere Kurseinbrüche des chinesischen Yuan. Laut der jüngsten von Reuters veröffentlichten Umfrage vom 2. März 2017 gehen die Analysten davon aus, dass der chinesische Yuan im Verlauf der nächsten 12 Monate auf 7,12 zurückfällt.

 

  • Die neue US-Regierung hatte sich bereits zuvor besorgt über das enorme Handelsbilanzdefizit der USA gegenüber China geäußert. Neben der bestehenden Sorge um den niedrigen Kurs des Yuan war dies ein zusätzlicher Faktor. Wie sich die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA weiterentwickeln wird weltweit eine wichtige Rolle spielen.
  • Die immer geringen Geldmengen am chinesischen Geldmarkt haben in der jüngsten Zeit eine gewisse Sorge aufkommen lassen und der zunehmende Verschuldungsgrad Chinas wird mehrheitlich als mögliches Problem für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt betrachtet.

Autor: Steven Dooley, Currency Strategist - Asien-Pazifik-Raum, Western Union Business Solutions

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