Zhejiang zu Gast in Wien – Eine neue Phase der bilateralen Wirtschaftskooperation

Am 10. November 2025 fand im Le Méridien Vienna die China (Zhejiang) – Austria Trade and Investment Conference statt – ein hochrangiges Wirtschaftsforum, das die Beziehungen zwischen Österreich und der wirtschaftsstarken Provinz Zhejiang strategisch vertiefte. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom CCPIT Zhejiang Provincial Committee und der Austrian Chinese Business Association (ACBA) ausgerichtet.
Die Konferenz bildete den zentralen Programmpunkt einer mehrtägigen Delegationsreise: Die offizielle Zhejiang-Delegation, angeführt von Chen Jianzhong, war am 9. November in Wien eingetroffen und absolvierte im Rahmen ihres Aufenthalts mehrere Wirtschaftstermine, Unternehmensbesuche und regionale Standortbesichtigungen.
Ein strukturierter Auftakt mit klaren wirtschaftspolitischen Signalen

Eröffnungsrede von Prof. Dr. Georg Zanger, Präsident der Austrian Chinese Business Association.

Dr. Christoph Matznetter unterstreicht in seiner Ansprache die Bedeutung starker Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Zhejiang.
Der Nachmittag begann mit einem gemeinsamen Empfang und der Vorstellung der Delegationen, gefolgt von mehreren hochrangigen Ansprachen.
Laut offizieller Agenda eröffneten:
- Chen Jianzhong, Präsident des CCPIT Zhejiang,
- Meng Fanzhuang, Vertreter der chinesischen Botschaft in Österreich,
- der Chief Representative von CCPIT China in Österreich,
- sowie die Austrian Chinese Business Association .
Ein Vertreter der österreichischen Bundesregierung bzw. der Wirtschaftskammer war ebenfalls zur Ansprache vorgesehen.
Die Beiträge unterstrichen das gemeinsame Ziel, bestehende Beziehungen auszubauen, Investitionen zu erleichtern und Unternehmen auf beiden Seiten bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen.

Meng Fanzhuang, Wirtschafts- und Handelsrat der chinesischen Botschaft in Österreich, bei seiner offiziellen Ansprache auf der Zhejiang–Austria Trade and Investment Conference.
Einblick in die Wirtschaftslandschaften beider Regione

Lin Zhenhua betont in seiner Rede die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Österreich.
Im Anschluss folgten Präsentationen, die beiden Seiten einen vertieften Überblick über Rahmenbedingungen und Chancen boten:
- Vorstellung des Investitions- und Geschäftsumfelds der Provinz Zhejiang, die zu den dynamischsten Wirtschaftsregionen Chinas zählt .
- Eine Präsentation zum österreichischen Investitionsklima (vorbehaltlich Programmfreigabe) ergänzte die Perspektive der europäischen Seite .
Diese inhaltlichen Impulse legten die Grundlage für jene bilateralen Kooperationsgespräche, die später am Nachmittag stattfanden.
Unternehmenspräsentationen: Technologie, Innovation und Industrieschwerpunkte
Im nächsten Programmpunkt stellten mehrere Unternehmen aus Zhejiang ihre Produkte, Technologien und internationalen Expansionsprojekte vor (2–3 Firmen laut Agenda). Ergänzt wurde dies durch Präsentationen österr. Unternehmen, die ihrerseits Chancen für Kooperationen und Markteintritte skizzierten.
Die Themen reichten von:
- Elektrotechnik und High-End-Industriekomponenten
- Smart Manufacturing
- Digitalisierungs- und Elektroniklösungen
- bis hin zu textilem Design, Energiekomponenten und industriellen Systemen
Mehrere Firmen waren bereits im Vorfeld eingeladen worden, darunter Zhejiang Sunhope Electronic Technology Co., Ltd., deren Delegation auf explizite Einladung der ACBA nach Wien kam, um neue Geschäftsmöglichkeiten auszuloten.
Ein Meilenstein: Unterzeichnung des bilateralen Memorandum of Understanding (MOU)

Prof. Dr. Georg Zanger (ACBA) und Vertreter von CCPIT Zhejiang bei der offiziellen Unterzeichnung des bilateralen Kooperationsabkommens.
Ein Höhepunkt der Konferenz war die feierliche Unterzeichnung eines Kooperations-Memorandums zwischen CCPIT Zhejiang und der Austrian Chinese Business Association.
Das MOU schafft einen langjährigen institutionellen Rahmen für:
- gegenseitigen Informationsaustausch zu Handel, Investitionen und Technologietransfer,
- aktive Vermittlung von Geschäftschancen für Unternehmen beider Seiten,
- Unterstützung beim Aufbau neuer Partnerschaften,
- Organisation bilateraler Wirtschaftsdelegationen und Fachforen,
- gegenseitige Unterstützung bei Veranstaltungen,
- sowie – im Bedarfsfall – Bereitstellung von Mediationsdiensten bei wirtschaftlichen Streitigkeiten.
Damit wird nicht nur die Zusammenarbeit der beiden Institutionen formalisiert, sondern ein struktureller Zugang für österreichische Unternehmen geschaffen, die Interesse an der Region Zhejiang haben – und umgekehrt.
Gezielte 1-zu-1 Gespräche: Der praktische Kern der Kooperation
Zum Abschluss der Veranstaltung folgten rund eine Stunde bilateraler Einzelgespräche, die laut Programm den Unternehmen Raum boten, konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen, technologische Bedarfe abzugleichen und Investitionschancen zu evaluieren.
Die Organisation solcher Matchmaking-Sessions war bereits im Dienstleistungsvertrag festgelegt: Die österreichische Seite sollte rund 30 lokale Unternehmen einladen sowie aktiv den Austausch mit den Delegationen fördern.
Ein bedeutender Schritt in der Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen
Die China (Zhejiang) – Austria Trade and Investment Conference 2025 war ein klarer Erfolg: Die Kombination aus politischen Impulsen, Unternehmenspräsentationen, Vertragsunterzeichnung und direktem Austausch bildete einen strukturierten Rahmen, um bestehende Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen und neue Partnerschaften aufzubauen.
Die Reise setzte sich mit Unternehmens- und Standortbesuchen am 11. und 12. November fort, bevor die Delegation ihre Europareise in den Niederlanden fortsetzte – ein weiterer Hinweis darauf, wie wichtig überregionale Verbindungen und Marktstrategien für Zhejiang sind.